Die Frage, seit wann ich Musik mache, kann ich schlecht beantworten. Spätestens seit den Castingshows ist die Antwort „mein Leben lang“ mehr als durch. Ich weiß nur, dass ich Songs geschrieben habe, bevor ich schreiben konnte.
Als „Moosen“ stand ich zum ersten Mal im September 2006 auf der Bühne, da war ich 20. Davor lag die Infizierung mit dem „Rap-Boom“ Ende der 90er und dazwischen die ersten Demos und die große Überwindung, diese dem Freundeskreis vorzuspielen. Die musikalische Richtung hat sich seit dem nicht groß verändert. Ich versuche mich nach wie vor zwischen den deutschsprachigen Schubladen zu bewegen und bezeichne dies gerne als „Hip-Pop“ oder „Songwriter-Rap“.
Ich schrieb immer weiter. Ich spielte immer weiter, in verschiedenen Konstellationen, mal mit mehr und mal mit weniger Erfolg, aber immer im Kölner Speckgürtel. Nach diversen EPs und etlichen Tracks war die Zeit reif für ein Debütalbum. Nichts wäre leichter gewesen, als die besten Demos für die Platte neu aufzunehmen, aber ich fing von vorne an. Ich schrieb „Einzelsänger“, das im Oktober 2009, nach knapp zwei Jahren Arbeit, in Kleinstauflage und im Eigenvertrieb erschien. Der Lohn waren Jubelstürme in der Lokalpresse und ein Kurzportrait auf Eins Live, dem zuerst mein Song „Grasgrün“, und ein paar Tage später eine E-Mail aus Bochum folgte. „Hab `ne echt tolle Frau durch das Lied „Grasgrün“ näher kennengelernt…Vielen Dank.“
Seit Aschermittwoch diesen Jahres spiele ich mit den Herren Kleinert (Keyboard) und Hecker (Cajon) als „Moosen & Freunde“, ein minimalistisches Akustikset, mit dem wir bei unseren ersten Gigs schon Achtungserfolge verbuchen konnten. Im Handgepäck haben wir auch die aktuelle Version meines Heimatliedes „Lohmar“, das Profimusiker und „LSDTT“-Jurymitglied Jupp Mester kürzlich als Hit bezeichnete. Wollen wir hoffen, dass er Recht behält!
Moosen & Freunde LIVE
Di, 20.03. – Kleinstadtstraßenpoesie (Lohmarer Kulturtage 2012) mehr Infos




